Tina Turner
180 Millionen verkaufte Alben kann sie verbuchen und gehört damit zu den erfolgreichsten Sängerinnen der Welt. Noch im hohen Alter hat die in der Schweiz lebende US-Amerikanerin nichts von ihrer Vitalität eingebüßt und rockt immer noch die Bühnen.
Von der Chorstimme zur Leadsängerin
Als jüngste Tochter von Richard Bullock, einem Baptisten-Diakon kam in Brownsville, Tennessee am 26. November 1939 Anna Mae Bullock zur Welt. Ihre Mutter Zelma Bullock war eine Arbeiterin indianischer Herkunft. Ihre erste Erfahrungen sammelte Anna Mae im Kirchenchor. Nach einer schwierigen Zeit zu Hause und der Trennung ihrer Eltern wohnte sie mit Mutter und Schwester in St. Louis, wo sie 1958 Ike Turner kennenlernte. Nach einem Beginn als Backgroundsängerin seiner Band “Kings of Rhythm” wurde sie bald erfolgreiche Leadsängerin. Ike benannte seine Band um in “Ike & Tina Turner” und sie gingen in verschiedenen Ländern Amerikas auf Tournee. Die beiden heirateten 1962 in Mexico.
Die Solokarriere
Die 1966 produzierte Single “River Deep, Mountain High” machte die Turners in Europa bekannt. Ike begann Drogen zu nehmen und so schlitterte auch die Beziehung der beiden in eine schwierige Fase. Wenn Tina nicht spurte, wurde sie geschlagen. Sie beschuldigte ihn auch der Vergewaltigung und des Betrugs. 1976 hatte sie genug und beantragte die Scheidung. Sie verzichtete auf Unterhalt und auf die Rechte an der gemeinsamen Musik. Einzig der Künstlername, mit welchem sie eine Solokarriere startete, blieb ihr. Diese war anfangs wenig erfolgreich war; erst nach 1983 bot ihr Capitol Records einen Plattenvertrag an. Der Song “What’s Love Got to Do with It” aus dem 1984 erschienenen Album “Private Dancer” war ein voller Erfolg. Auch in Österreich erreichte dieses Album den ersten Platz in den Charts. 1985 erhielt sie drei Grammys für das Album.
Erfolg um Erfolg
1985 spielte sie das erste Mal in einem Film mit und ging auch zum ersten Mal auf Europatournee. Einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde bescherte ihr der Auftritt in Rio de Janeiro, Brasilien vor 188.000 Menschen. Tina spielte in mehreren Filmen mit und nahm weitere Alben auf, alleine und auch mit anderen Künstlern zusammen. 2010 gewann sie den SwissAward in der Kategorie “Show”.
DISKOGRAFIE
Studio-Alben:
Tina Turns the Country On – 1974
Rough – 1978
Love Explosion – 1979
Private Dancer – 1984
Break Every Rule – 1986
Foreign Affair – 1989
Simply the Best – 1991
Wildest Dreams – 1996
Twenty Four Seven – 1999
All the best – 2005
Tina – 2008
Beyond – 2009
Live-Alben:
Tina live in Europe – 1996
All the Best – 2004
Tina Live – 2009