Luciano Pavarotti

Der italienische Tenor Luciano Pavarotti war mehr als ein Opernsänger. Er sang Duette mit vielen Popkünstlern, aber vor allem als Teil der “Drei Tenöre”, zusammen mit Placido Domingo und José Carreras erlangte er große Berühmtheit.

Erste Singerfahrungen im Chor

Luciano Pavarotti wurde am 12. Oktober 1935 in Modena, Italien geboren. Der Vater war Bäcker und die Mutter Fabrikarbeiterin und lebten in eher ärmlichen Verhältnissen. Zusammen mit seiner Schwester wuchs er in einer 2-Zimmerwohnung auf. Sein Vater Fabiano Pavarotti sang als Tenor im Stadtchor und auch Luciano war später Mitglied des Chores und zeigte viel Freude und Talent. Er studierte Pädagogik und wollte Lehrer werden. Doch als er den schwierigen Lehreralltag kennenlernte, beschloss er, alles auf die Musik zu setzen und begann, klassischen Gesang zu studieren. Damit er sich das Studium finanzieren konnte, arbeitete er nebenbei als Versicherungsvertreter.

Der Aufstieg nach dem Wettbewerb

Seine Karriere begann 1961, als er den Concorso Internazionale gewann. Der darauf folgende Auftritt am Teatro Reggio Emilia lenkte die Aufmerksamkeit der italienischen Opernszene auf sich und er erhielt diverse Engagements in ganz Italien. Im selben Jahr trat er auch das erste Mal international auf, nämlich in Belgrad mit “La Traviata”. Dann folgten Amsterdam, Barcelona, Paris und London. Der Aufstieg war nicht mehr zu bremsen. Überseetourneen nach Amerika und Australien folgten.

Zweite Karriere mit “Die Drei Tenöre”

Zu Beginn der 80er Jahre zog sich Pavarotti vom Geschäft zurück. Seine zweite Karriere startete er 1990 als einer der “Drei Tenöre”. Am Abend vor dem Worldcup-Finale 1990 sangen sie in den Bädern von Caracalla. Die CD dieses Auftrittes wurde bestverkaufte klassische Schallplatte aller Zeiten. So begann die gemeinsame Karriere der Drei, die sie an verschiedene Orte in diversen Ländern führte.

Luciano Pavarotti war immer daran interessiert, Nachwuchstalente zu fördern und kreierte einen Gesangswettbewerb in Philadelphia, der für viele junge Künstler zum Sprungbrett wurde. 2004 startete er seine Abschiedstournee, welche er 2006 abbrach, als er die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielt. Nach einer Operation erholte er sich nicht wieder und starb am 6. September 2007 in seiner Heimatstadt Modena.

DISKOGRAFIE

Studio-Alben (eine Auswahl):

Richard: Der Rosenkavalier – 1969

Rossini, Gioacchino: Stabat Mater – 1971

Puccini, Giacomo: Madama Butterfly – 1974

Mascagni, Pietro: Cavalleria Rusticana – 1978

Verdi, Giuseppe: La Traviata – 1981

Verdi, Giuseppe: Ainda – 1989

Puccini, Giacomo: Tosca – 1991

Strauss, Richard: Der Rosenkavalier – 1991

Verdi, Giuseppe: Macbeth – 1994

Mozart, Wolfgang Amadeus: Idomeneo re di Creta – 2006

Pavarotti & Friends for War Child – 1996

Pavarotti & Friends for the Children of Guatemala and Kosovo – 1999

Live-Alben (eine Auswahl):

The Three Tenors – In Concert – Rome 1990 – 1990

The Three Tenors – Paris 1998 – 1998