Jean-Michel Jarre
Jean-Michel Jarre, ein Ausnahmekünstler, war einer der Ersten, der elektronisch generierte Klänge in einem pompösen Stil in die Popmusik einfließen ließ.
Die Anfänge
Geboren am 24. August 1948 als Sohn des bekannten Soundtrack-Komponisten Maurice Jarre, wurden ihm die Möglichkeiten zu einer Karriere als Künstler schon in die Wiege gelegt. Hatte er im zarten Alter von 5 Jahren den ersten Klavierunterricht erhalten, interessierte er sich anschließend mehr für Jazz und rockigere Gefilde. Als Mitglied der Gruppe “Groupe de Recherches Musicales” findet er erstmal Bezug zu Klängen, erzeugt durch Synthesizer. Während er bis 1976 mit den Kompositionen von Werbejingles und Ähnlichem sein Geld verdiente, tüftelte er weiter an seinen elektronischen Klängen. Die ersten Versuche waren sehr holprig und fanden keine große Resonanz.
Der Aufstieg zum gefeierten Star
Den Durchbruch in der internationalen Musikszene erlangt Jean Michel 1976 mit seinem Album Oxygene. In kürzester Zeit verkauft sich die LP über 8 Millionen Mal. Nur zwei Jahre später erscheint Equinoxe, welches sich ebenfalls weltbekannt wurde. Im darauf folgenden Album Magnetic Field experimentiert er mit modulierten Alltagsgeräuschen. In den späten 80er-Jahren verlässt Jean-Michel Jarre ein wenig die experimentelle Musikszene und wendet sich mehr dem Pop und New Age zu. Damit kann er zwar immer noch Erfolge verbuchen, doch nicht mehr in dem Maße, wie seine Erstlingsalben. Heute hat Jarre sein Hauptaugenmerk auf die Inszenierung von gigantischen Shows gelegt, doch hört er niemals auf, mit den Klängen der Synthesizer weiter zu arbeiten.
Live-Auftritte
Bis zum Erscheinen seines Albums Equinoxe im Jahr 1978 lehnte Jean-Michel Jarre jegliche konzertante Aufführungen seiner Werke kategorisch ab. Doch als 1979 das erste Open-Air Konzert in Paris stattfindet, kommt er für das zuschauerstärkste Konzert aller Zeiten, über eine Million Besucher, damit gleich ins Guinessbuch der Rekorde. Als erster westlicher Musiker wird er 1982 nach China eingeladen, um dort ein Konzert zu geben. 1990 übertrifft er seinen Rekord um einiges: 2,5 Millionen Zuschauer sind in Paris dabei. Seine Live-Konzerte sind auch heute noch ein absolut sehens- und natürlich hörenswertes Ereignis. Passend zu seinen Klängen, inszeniert Jarre die Shows mit viel Licht- und Lasereffekten. Kein Mensch auf der Welt spielt so eindrucksvoll die Laserharfe wie er.
DISKOGRAFIE
Oxygene – 1976
Equinoxe – 1978
Magnetic Fields – 1981
The Concerts In China – 1982
Zoolook – 1984
Rendez-vous – 1986
En Concert Houston-Lyon – 1987
Revolutions – 1988
Live/Destination Docklands – 1989
Waiting For Cousteau – 1990
Images – 1991
Chronologie – 1993
Hong Kong – 1994
Oxygene 7–13 – 1997
Odyssey Through O2 – 1998
Métamorphoses – 2000
Aero – 2004
Teo & Tea – 2007
Oxygene (30th Anniversary) – 2007