Bing Crosby

Bing Crosby war ein berühmter amerikanischer Sänger und Schauspieler in den Zwanziger und Dreißiger Jahren. Mit seinem Song “White Christmas” katapultierte er sich auf den zweiten Platz der ewigen Bestsellerliste.

Der singende Jurist

Bing Crosby kam am 3. Mai 1903 in Tacoma, Washington zur Welt. Schon als Kind waren er und Al Rinker, der Bruder von Mildred Bailey, die besten Freunde. Dank der Beziehungen von Al’s Schwester gelang es ihnen beiden, nach ihrem Schulabschluss den Paul Whiteman’s Rythm Boys beizutreten. Gleichzeitig studierte er Jura am Jesuitencollege und sang abends in Bars. Als er merkte, dass er damit mehr verdiente als mit der Juristerei, begann er, sich ganz auf seine Gesangskarriere zu konzentrieren.

Er griff den Stil von Louis Armstrong auf, mit dem er in den Dreißiger Jahren wiederholt auftrat, und verband den Jazz mit den Songs der amerikanischen Unterhaltungsmusik. Crosbys warmer Bariton stand im Gegensatz zu anderen Sängern seiner Zeit. Von 1932 bis 1939 perfektionierte er seinen Stil und nahm viele rhythmisch lebendige Titel auf. John Scott Trotter half ihm, den für ihn so typischen Balladenstil zu entwickeln wie zum Beispiel in “Somebody Loves Me”, “Maybe” (1939) und “Day Dreaming” (1941). Später wandte sich Crosby wieder mehr seinen Anfängen, dem Jazz, zu.

Ein Oscar für den Pfarrer

Als Schauspieler war Crosby in den 30er bis 60er Jahren sehr erfolgreich. Für die Rolle vom Pfarrer Chuck O’Malley in “Der Weg zum Glück” erhielt er 1945 einen Oscar. Ebenfalls nominiert wurde er 1956 zusammen mit Grace Kelly für das Liebesduett “True Love”. Damit wurde Bing Crosby definitiv zum Evergreen.

Er war zweimal verheiratet und hat Kinder aus beiden Ehen.

DISKOGRAFIE

Studio-Alben (eine Auswahl):

Love in Bloom – 1934

Pennies from Heaven – 1936

Sweet Leilani – 1937

Only Forever – 1940

White Christmas – 1942

Sunday, Monday or Always – 1943

I Love You – 1944

Swinging on a Star – 1944

Don’t Fence Me In – 1944

Aren’t You Glad You’re You – 1945

You Keep Coming Back Like a Song – 1946

Mule Train – 1949

Sam’s Song – 1950

Domino – 1951

The Isle of Innisfree / At Last! At Last! – 1952

Changing Partners – 1954

Stranger in Paradise – 1955

True Love – 1956

Around the World – 1957

The Second Time Around – 1960

White Christmas – 1977

Peace on Earth / Little Drummer Boy – 1977